chris Guillebeau: die kunst anders zu leben

Unkonform sein mit Chris Guillebeau

Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein. Die Art, wie wir heute leben und arbeiten, gefällt mir an vielen Stellen nicht. Ich halte sie an vielen Stellen für effekt- und gar respektlos. Und auf der Suche nach Antworten bin ich vor einigen Jahren über Chris Guillebeau gestoßen. Sein Buch “Die Kunst, anders zu leben” hat mich bei solchen Gedanken natürlich sofort angesprochen.

Nicht nur „Die Kunst, anders zu leben“

Mittlerweile hat Chris ganze vier Bücher geschrieben, daneben alle Länder der Erde bereist und ein kleines Blog-Imperium (chrisguillebeau.com) aufgebaut. Bei ihm kannst du lesen und lernen, wie du gegen den Strom schwimmst. In all seinen Werken spielt die Praxis, das Erzählen von Beispielen eine große Rolle.

In “Die Kunst, anders zu leben” beschreibt er seinen Weg des unkonformen Lebens. Der Untertitel verrät, in welche Richtung uns das führt: Erschaffe deine eigenen Regeln & führe das Leben, das du dir wünscht. Chris Guillebeau hat es für sich geschafft, unabhängig und selbstbestimmt durch sein Leben zu ziehen. Dabei scheint er eine Menge Freude und Spaß zu haben. Auf jeden Fall ist er mit seinem Erstlingswerk eines der Standardwerke derer geworden, die gerne etwas anders machen wollen. Er sagt ganz bescheiden von sich:

“Ich will eine Revolution im großen Stil anzetteln, und zwar mit einer ganz einfachen Botschaft: Ihr müsst nicht so leben, wie andere es von Euch erwarten.

Über knapp 300 Seiten beschreibt er also, wie es gelingen kann, auszusteigen aus dem Hamsterrad und einzusteigen in das selbstbestimmte Leben. Dabei bringt er neben seinen eigenen Erfahrungen immer wieder Beispiele anderer Menschen, die etwa mit dem Rad quer durch Amerika fahren oder großen Autoritäten die Stirn boten. Alles was sie brauchen ist eine Menge Mut, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, einen Plan und Unterstützung von seiner Armee.

Die Armee kämpft mit

Chris’ Armee sind unter anderem seine zahlreichen Follower des Blogs oder auf Twitter. Er teilt sie in fünf Kategorien und unterscheidet da meines Erachtens den Grad der Nähe. Diese Beziehungen, obwohl zum Teil mehr als lose, sieht er als wechselseitige Unterstützung. Er ist zwar der Anführer seiner Arme, gibt aber vieles. Denn aus keinem anderen Grund folgen seine Anhänger ihm.

Klassische Bildung gegen Bloggen

Eine interessant These, die Chris auch mit Zahlen untermauert, ist eine klassische Universitätsausbildung gegen die Blogosphäre. Chris hat beides absolviert und sieht auf der einen Seite nur Vor- und auf der anderen Seite nur Nachteile. Es fällt wahrscheinlich nicht so schwer, zu erraten, welche Seite von ihm bevorzugt wird. Klar, das Bloggen. Hier hat er unter anderem weniger Kosten, höheres Feedback, weitreichendere Ergebnisse und eine sehr große Leserschaft. Das stellt er in einer Tabelle in seinem Buch (S. 125) gegenüber. An der Stelle fragte ich mich, hat vielleicht seine Universitätsausbildung unter vielem anderen dazu beigetragen, dass er vom Bloggen so gut profitieren kann?

Viele große Schritte

In “die Kunst, anders zu leben” geht Chris den ganzen Weg. Und den bietet er uns auch an nachzugehen. Mit vielen praktischen Tipps und Anleitungen, die bestimmt weiterhelfen. Mir waren sie damals zu viele, zu große Schritte. Es schien so weit weg von meinem jetzigen Leben, dass ich mir die Zeit dazwischen nicht vorstellen konnte. Also wanderte das Buch damals ins Regal – und funkelt mich seitdem immer wieder an.

Und wer weiß, vielleicht bin ich schon lange auf dem Weg?

Leseempfehlung

Trotzdem das Buch mir vielleicht beim ersten Lesen nicht gleich zum Ausstieg verholfen hat, kann ich es empfehlen. Es zeigt einen wirklich anderen Weg, sein Leben zu leben. Denk aber bitte daran, was in “Zurück an die Arbeit” [LINK] über Best Practices gesagt wird. Deinen eigenen Ausstieg musst du schon selbst gestalten! Nach deinen Regeln.

Wie weit bist du mit deinem Lebensplan? Wie unkonform ist der? Ich freue mich über deine Kommentare.

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